Wie kann man Abhörwanzen stören? Um diese Frage zu beantworten, müssen wir erst klären, welche Arten von Abhörwanzen es gibt. Grundsätzlich unterscheiden wir zwischen Aufzeichnungs-Wanzen und Sende-Wanzen. Aufzeichnungs-Wanzen nehmen ihr Abhör-Szenario auf einem Speichermedium auf. Sende-Wanzen hingegen übertragen die mitgeschnittenen Gespräche über Funkstandards wie WLAN, Mobilfunk oder HF-Funk.
Was alle Abhörwanzen eint, ist ein Mikrofon als Schnittstelle zu ihrer Umgebungs-Akustik. Es bieten sich also verschiedene Angriffsflächen zum Stören von Abhörwanzen.
Sendende Abhörwanzen stören
Bei Abhörwanzen, die Gespräche per Funk übertragen, liegt es nahe, den Übertragungsweg mit einem Jammer zu stören und so das Weiterreichen der gesprochenen Inhalte zu unterbinden. Bei einem Jammer handelt es sich um einen sogenannten Störsender, der mit einem starken Signal auf der Zielfrequenz sendet und damit alle in der Nähe befindlichen Sender auf dieser Frequenz überlagert. Das klingt nach einer einfachen Lösung. In der Praxis funktioniert sie nicht.
Warum Störsender keine Lösung sind
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Rechtliche Risiken nach § 90 TKG
Störsender sind in Deutschland verboten. § 90 TKG stellt das Betreiben von Sendeanlagen unter Strafe, die gesetzliche Grenzwerte an Signalstärke überschreiten. Ein Jammer tut genau das – er muss stark genug senden, um andere Signale zu überlagern.
Die Konsequenzen gehen über ein Bußgeld hinaus: Im schlimmsten Fall blockiert ein Breitband-Jammer auch Notrufe – nicht nur in Ihren eigenen Räumen, sondern auch in der umliegenden Nachbarschaft. Wer einen Störsender betreibt, gefährdet im Ernstfall Menschenleben.
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Technische Grenzen von Jammern
Selbst wenn die rechtlichen Risiken keine Rolle spielten, bleibt das technische Problem: Sie wissen nicht, auf welcher Frequenz die Abhörwanze sendet.
Ein Jammer müsste breitbandig alle relevanten Frequenzen überlagern – WLAN, Bluetooth, Mobilfunk, DECT, GPS. Das unterbindet gleichzeitig Ihre eigene Nutzung dieser Standards. Kein WLAN, kein Mobilfunk, keine Smartwatch.
Hinzu kommt: Spezialanfertigungen senden weitab der gängigen Funkstandards. Ein Breitband-Jammer erwischt sie nicht. Und Abhörwanzen, die auf einem Speichermedium aufzeichnen und gar nicht per Funk senden, zeigen sich von einem Jammer sowieso unbeeindruckt.
Das Wissen um diese Eventualitäten wird Ihnen nie einen ruhigen Schlaf bescheren. Deshalb empfehlen wir nicht, auf einen Störsender oder Jammer zu setzen.
Was wir bei Einsätzen erleben:
Bei einem Lauschabwehr-Einsatz in einem mittelständischen Unternehmen zeigte uns der Geschäftsführer stolz seinen Breitband-Jammer – importiert, teuer, seit Monaten im Dauerbetrieb. Dass das Gerät nach § 90 TKG illegal ist, wusste er nicht. Dass es ihn trotzdem nicht beruhigt hat, war der Grund für unseren Besuch. Der Jammer lief – und trotzdem fühlte er sich abgehört. Kein Einzelfall: Störsender vermitteln die Illusion von Schutz, aber keine echte Sicherheit.
Echte Sicherheit entsteht nicht durch Stören, sondern durch Finden. Was eine professionelle Lauschabwehr-Maßnahme beinhaltet und wie sie abläuft, erfahren Sie hier.
Ultraschall-Generator: Die sichere Alternative um Abhörwanzen zu stören
Wie eingangs beschrieben, ist das Mikrofon einer Abhörwanze der Kontaktpunkt zu ihrer akustischen Umgebung. Stören wir also das Mikrofon, ist es gleich, ob die Wanze sendet oder aufzeichnet – es können keine brauchbaren Signale verarbeitet, gespeichert oder gesendet werden. Ein Ultraschall-Generator (oder Rauschgenerator) gibt eine sehr laute Geräuschkulisse im Ultraschallbereich aus, welche innerhalb des Funktionsradius die Umgebungs-Akustik übertönt und alle Mikrofon-Membranen übersteuert. Dieser Vorgang ist akustisch irreversibel. Das heißt, auch mit einer Nachbearbeitung der aufgezeichneten Akustik ist es nicht möglich, Ihre Gespräche herauszufiltern.
Ein guter Ultraschall-Generator arbeitet zerstörungsfrei. Sie müssen sich also keine Sorgen um Ihre mitgeführten elektronischen Geräte machen. Nach Abschalten des Ultraschall-Generators funktionieren alle Mikrofone wieder uneingeschränkt. Hochwertige Geräte stören die gängigen Mikrofontypen, wie beispielsweise Groß- und Kleinmembran-Mikrofone, Elektret-Mikrofone und insbesondere MEMS-Mikrofone, wie sie in den meisten Smartphones verbaut werden.
Die Frequenzen gängiger Ultraschall-Generatoren liegen mit 21 – 26,5 kHz etwas oberhalb dessen, was ein durchschnittlicher Erwachsener noch hören kann. Kinder und Erwachsene mit sehr gutem Gehör hingegen nehmen einen lauten, unangenehmen Piepton wahr. Mit höheren Frequenzen wird es technisch gesehen schwieriger anwesende Abhörwanzen zu stören. Aber nicht unmöglich:
Wir haben zurzeit einen Ultraschall-Generator in der Entwicklungs-Endphase, der im absolut unhörbaren Bereich arbeitet. Das Gerät ist extrem leistungsstark und technikübergreifend wirksam – auch gegen MEMS-Mikrofone. Die aktuellen Testreihen stimmen uns sehr positiv – und wir arbeiten weiter hart daran, den encoTRON demnächst zu einem attraktiven Verkaufspreis auf den Markt bringen.
Made in Germany – Entwickelt von Lauschabwehr-Experten mit über 25 Jahren Felderfahrung.



Ein kleiner Blick in die nahe Zukunft
Die Entwicklung unseres Ultraschall-Rauschgenerators ist fast abgeschlossen.
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Störsender vs. Ultraschall-Generator
Welche Methode schützt wirklich vor Abhörwanzen?
| Kriterium | Störsender (Jammer) | Ultraschall-Generator |
|---|---|---|
| Legal in Deutschland | Nein (§ 90 TKG) | Ja |
| Wirkt gegen Aufzeichnungs-Wanzen | Nein | Ja |
| Wirkt gegen Sende-Wanzen | Eingeschränkt | Ja |
| Stört eigene Geräte | Ja – WLAN, Handy, Notruf | Nein |
| Frequenzunabhängig | Nein | Ja |
| Notruf möglich | Nein | Ja |
Aktive Ultraschall-Wearables in der Forschung
Dass sich Mikrofone mit Ultraschall gezielt unbrauchbar machen lassen, ist nicht nur Theorie – und daran forschen nicht nur wir. Forschende der University of Chicago haben mit einem tragbaren Armband gezeigt, dass sich allgegenwärtige Mikrofone in Smartphones, Smart Speakern und Aufnahmegeräten durch gerichtete Ultraschall-Störung effektiv beeinträchtigen lassen.
Das Prinzip ähnelt professionellen Ultraschall-Generatoren, ist aber als Wearable miniaturisiert: Mehrere ringförmig angeordnete Ultraschall-Wandler senden breitbandiges Rauschen im Bereich knapp oberhalb der menschlichen Hörschwelle aus. Für anwesende Personen bleibt das Signal weitgehend unhörbar, typische MEMS-Mikrofone geraten dadurch jedoch in einen übersteuerten Zustand. Sprache wird nicht mehr sauber erfasst, sondern nur noch als unbrauchbares, verzerrtes Rauschen aufgezeichnet.
Besonders interessant ist der Praxisaspekt: Durch die natürliche Bewegung des Arms verändert sich die Abstrahlrichtung ständig. Dadurch lassen sich Interferenzzonen reduzieren, und auch verdeckt platzierte Mikrofone werden schlechter verwertbar. Das System ist ein Forschungsprototyp und kein Massenprodukt – es zeigt aber sehr deutlich, dass das gezielte Stören von Mikrofonen mit Ultraschall physikalisch funktioniert und längst Gegenstand seriöser Forschung ist.
IR-Brillen stören Gesichtserkennung
Auch im Bereich Videoüberwachung gibt es vergleichbare Gegenmaßnahmen. Forscher und Sicherheitsunternehmen haben Brillen mit integrierten Infrarot-LEDs entwickelt, die Kamerasensoren gezielt überstrahlen sollen. Das menschliche Auge nimmt diese Strahlung nicht wahr, digitale Bildsensoren reagieren darauf jedoch empfindlich – vor allem im Bereich der Augenpartie, die für Gesichtserkennung besonders wichtig ist.
Solche Systeme sind kein Ersatz für Lauschabwehr im engeren Sinn, aber sie zeigen ein relevantes Grundprinzip: Moderne Überwachungstechnik lässt sich nicht nur detektieren, sondern unter bestimmten Bedingungen aktiv stören. In der Praxis hängt die Wirksamkeit stark vom Kameratyp, vom IR-Sperrfilter und von der Umgebungsbeleuchtung ab. Als Forschungs- und Demonstrationsbeispiel stärkt das Thema den übergeordneten Gedanken dieser Seite: Sensorik ist angreifbar – sowohl bei Mikrofonen als auch bei Kameras.
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Stören ist Symptombekämpfung – finden Sie die Ursache
Das Stören von Abhörwanzen funktioniert sehr gut mit einem Ultraschall-Generator. Für Konferenzräume empfehlen wir ein solches Gerät zur proaktiven Absicherung vertraulicher Gespräche – präventive Sicherheit im Sinne der Compliance.
Nur müssen Sie sich bewusst machen, dass Sie damit die Symptome bekämpfen – nicht die Ursache. Deshalb raten wir im privaten Umfeld erst einmal dazu, die Räumlichkeiten mit Hilfe unseres Sweep-Guides nach Lauschmitteln abzusuchen.
Häufige Fragen zum Stören von Abhörwanzen
Sind Störsender in Deutschland legal?
Nein. Störsender (Jammer) sind nach § 90 TKG verboten, da sie gesetzliche Grenzwerte überschreiten und auch Notrufe blockieren können. Bereits der Besitz eines betriebsbereiten Störsenders kann ordnungswidrig sein.
Funktionieren Ultraschall-Generatoren gegen alle Wanzen?
Ja – Ultraschall-Generatoren übersteuern alle Mikrofon-Typen, unabhängig davon, ob die Wanze sendet oder aufzeichnet. Das unterscheidet sie grundlegend von Jammern, die nur sendende Wanzen stören können.
Kann man Ultraschall hören?
Erwachsene hören Frequenzen ab 21 kHz in der Regel nicht mehr. Kinder und Menschen mit sehr gutem Gehör können ein leises Pfeifen wahrnehmen. Unser encoTRON moduliert den Ultraschall so, dass er Mikrofone zuverlässig stört – dabei entsteht ein leises, nicht unangenehmes Brummen im Raum.
Schädigt ein Ultraschall-Generator meine Geräte?
Nein. Hochwertige Ultraschall-Generatoren arbeiten zerstörungsfrei. Die Mikrofon-Membranen werden nur temporär übersteuert. Nach dem Abschalten funktionieren alle Mikrofone wieder normal.
Was kostet ein professioneller Ultraschall-Generator?
Professionelle Geräte für Konferenzräume beginnen bei etwa 2.000 €. Der Kontrapol encoTRON wird zu einem attraktiven Einführungspreis erhältlich sein – melden Sie sich zum Newsletter an, um den Verkaufsstart nicht zu verpassen.
Reicht ein Ultraschall-Generator als Abhörschutz?
Ein Ultraschall-Generator schützt Gespräche in Echtzeit. Er entfernt jedoch keine bereits installierten Wanzen. Für umfassenden Schutz empfehlen wir die Kombination: Regelmäßige Lauschabwehr-Überprüfung plus Ultraschall-Generator für vertrauliche Besprechungen.
Über den Autor: Hendrik Pabst ist Gründer von Kontrapol und seit 2002 in der Lauschabwehr tätig. Die in diesem Ratgeber beschriebenen Muster, Funde und Vorgehensweisen stammen aus der eigenen Einsatzpraxis. Dieser Beitrag ersetzt keine Rechtsberatung; die rechtliche Bewertung im Einzelfall gehört in die Hände eines Anwalts.


